Phoibos Apollon

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Ziele Ziele und Zwecke

Auszug aus der Satzung
Tätigkeiten bis 1996 Aus der Geschichte des Vereins

Ein Tätigkeitsbericht
Phoibos Apollon
Phoibos Apollon
Gesellschaft für Kultur und Wissenschaft E.V.

Prof. Dr. Erwin Leibfried
Blumenstr. 26
D-35463 Fernwald

Institut Für Neuere Deutsche Literatur Justus-Liebig-Universität Giessen

Telefon & Telefax:
(0 64 04) 95 07 41

Konto Nr. 440161.09
Volksbank Gießen, BLZ 513 900 00


Notiz zum Profil des Vereins

Seit seinen Anfängen (ab 1986) hat sich der Verein mit wissenschaftlich fundierten Ausstellungen befaßt, die u.a. in Gießen, Ingelheim, Wiesbaden, Wien, Frankfurt am Main, Chemnitz gezeigt wurden. Thematisch ausgerichtet u.a. auf den holländischen Schriftsteller Multatuli, der früh einen kolonialkritischen Roman schrieb, die Farbenlehre Goethes, den Mann auf dem alten DM 100 Schein, Sebastian Münster, der eine der ersten Weltbeschreibungen lieferte (1544), Heinrich von Kleist.

Später, und auch heute noch, hat er hessische Gegenwartsautoren betreut und ihre poetischen Publikationen gefördert.

Zum Aufgabenfeld gehört weiter die intensive wissenschaftliche Betreuung besonders polnischer Germanisten (aber auch griechischer, koreanischer und malinesischer), Studenten wie Dozenten: eine Tätigkeit, die wichtig ist, weil sie Multiplikatoren trifft, die in ihrem Heimatland für Deutschland bedeutsam werden.

Durch die jahrelange Partnerschaft mit Lodz angeregt ist der Verein auf die multikulturelle Situation dort aufmerksam geworden. Lodz ist Mitte des 19. Jahrhunderts ein kleines ‚Nest' mit einigen hundert polnischen Bewohnern.

Innerhalb weniger Jahrzehnte wird es zu einer frühkapitalistischen Kapitale mit tausenden von Einwohnern, die es mit englischen Mustern [Manchester, cf. Charles Dickens] aufnehmen kann. Die Textilindustrie expandiert explosionsartig. Gerhard Hauptmann hat später poetisiert, was das für schlesische Weber bedeutet hat. Ähnlich wie Gold-Rush-Boom-Städte z.B. in Alaska, Kalifornien oder Kanada entwickelt sich ein buntes Leben. In Lodz ein Muster multiethnischen, multikulturellen Zusammenlebens von Polen, polnischen Juden, deutschen Juden, Deutschen unter russischer, zaristischer Herrschaft.

Von 1940 - 1944 betrieben die Nazis - wie sie sagten: - in Litzmannstadt ein Großgetto. Aus dieser Zwischenstation zu den Vernichtungslagern sind insgesamt 5 000 Dokumente erhalten. Darunter die Reportagen Oskar Singers und die offizielle - vom Ältesten der Juden im Getto Litzmannstadt in Auftrag gegebene - Getto-Chronik (gut 2 000 Seiten).

Der Verein sieht es nunmehr als seine besondere Aufgabe an, die Arbeitstelle Holocaustliteratur der Justus Liebig - Universität Gießen in ihren Aktivitäten zu unterstützen. Die Arbeitsstelle widmet sich der Exploration der Bestände des Staatsarchivs Lodz, sofern sie die bislang kaum erforschte Geschichte des Gettos betreffen.
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Natürlich sind Spenden - steuerlich abzugsfähig - für unsere Arbeit hochwillkommen!

Konto Nr. 440161.09 Volksbank Gießen BLZ 513 900 00

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