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Minnerede, Roman und historia. Der Wilhelm von Österreich Johanns von Würzburg.
Tübingen: Niemeyer, 1999 (Hermaea, N.F., 87). ISBN 3-484-15087-4, ISSN 0440-7164. http://www.niemeyer.de.

Johanns von Würzburg späthöfischer Roman "Wilhelm von Österreich" wird hier erstmals in seinem literaturhistorischen Kontext und seiner Komplexität als Gattungshybrid betrachtet. Die Verfasserin untersucht, wie Johann in einer Zeit, als die didaktische Kleinepik, die Allegorie und die Historisierung der höfischen Dichtung ihren Höhepunkt erreichen, Motive und Strukturen der Minnerede, des Romans und der Geschichtsschreibung miteinander verbindet und konfrontiert. Sie zeigt auch, wie die Rezipienten des Werks im 14. bis 16. Jahrhundert, von den Schreibern der Handschriften bis hin zu Hans Sachs, bemüht waren, dem Werk einen einheitlicheren Charakter zu verleihen. Im Anhang findet sich eine bisher unedierte Liebesklage.

 

Vgl. auch die Rezension von Claude Lecouteux, Le Moyen Age 1 (2001), S. 182f.