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Minimalgrammatik Mittelniederdeutsch
Göppingen: Kümmerle, 2002 (GAG 699).
ISBN: 3-87452-949-5.

Der Band will eine Hilfestellung für die Lektüre von mittelniederdeutschen Texten bieten. Nach einigen einführenden Worten zur raum-zeitlichen Verortung des Mittelniederdeutschen (Kap. 1) wird in Kapitel 2 zunächst sein Lautstand beschrieben. Dabei wird v.a. auch auf die sprachgeschichtlichen Entwicklungen Bezug genommen, welche das Niederdeutsche vom Hochdeutschen trennen. Auf dialektale Unterschiede und Schreibvarianten wird kurz hingewiesen; den Grammatikkapiteln zugrunde gelegt ist aber ein normalisiertes Mittelniederdeutsch des Hansevororts Lübeck aus der Zeit der Wiegendrucke. In Kapitel 3, der Formenlehre, bildet die Vergleichsgröße für die Beschreibung des Mittelniederdeutschen zunächst das Mittel- und Neuhochdeutsche; daneben werden aber auch Beispiele aus dem Englischen zum Vergleich herangezogen. Für Erläuterungen und Vertiefungen der einzelnen Kapitel wird jeweils in den Marginalien auf die entsprechenden Kapitel in der Mittelniederdeutschen Grammatik von Agathe Lasch hingewiesen. Das abschließende Kapitel zur Syntax legt besondere Betonung auf die Konjunktionen des Mittelniederdeutschen. – Auf eine Behandlung der Metrik ist verzichtet worden, da sich hier die mittelniederdeutsche Dichtung nicht maßgeblich von der späteren mittelhochdeutschen unterscheidet.

Vgl. auch die Rezension von Dieter Stellmacher, Jahrbuch für finnisch-deutsche Literaturbeziehungen 35 (2003), S. 271f.

Verweis auf die Reihe:

http://www.sbg.ac.at/ger/diverses/gag-net.htm