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Patrick Full

Stipendiaten

         

My first object (as usual) was originality – Edgar Allan Poes Theorie der fancy und die Darstellung des Individuellen in der Kunst
(Anglistik)



 

Geboren 1974 in Aschaffenburg;
1994 ­ 2002 Studium der Latinistik, Anglistik und Philosophie in Würzburg;
1997 Auslandsstudienjahr am University College Dublin, Irland;
2001 Magister Artium in Amerikanistik, Anglistik und Philosophie;
2002 Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (Latein, Englisch, Philosophie);
seit Oktober 2003 Stipendiat des Graduiertenkollegs "Klassizismus und Romantik im europäischen Kontext"
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Patrick Full

 

:: Projektskizze

 

In meiner Dissertation mit dem Thema "My first object (as usual) was originality – Edgar Allan Poes Theorie der fancy und die Darstellung des Individuellen in der Kunst" möchte ich der Frage nachgehen, inwiefern Edgar Allan Poe in Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Positionen eine eigenständige Ästhetik entworfen hat, die seiner Forderung nach einer schöpferischen Hervorbringung des Neuen in der Kunst entspricht. Die Bestimmung der inneren Vermögen, wie sie Poe in seinen Kritiken und Essays vornimmt, bildet den Ausgangspunkt der Untersuchung. Zunächst soll Poes kritische Rezeption der englischen Romantik herangezogen werden, um die vermögenspsychologische Bedingung originärer Kunstschöpfung näher zu beleuchten. Von zentraler Bedeutung ist hier der Bezug auf Samuel Taylor Coleridge und dessen Unterscheidung von seinsanalog verfahrender imagination und reproduktiver fancy. Die Diskussion um die besondere Qualität der fancies eröffnet ein weites Spektrum epistemologischer und ontologischer Fragestellungen, die mit Blick auf die ästhetisch-philosophische Tradition genauer analysiert werden.
Im zweiten Hauptteil der Dissertation steht das Verhältnis von Bewusstseinstheorie und literarischer Praxis im Vordergrund. Ausgewählte Gedichte und Kurzgeschichten werden auf ein immanente Poetik hin neu gelesen. Dabei ist zu untersuchen, durch welche Methoden und textuellen Verfahren das Wirken des kreativen Bewusstseins in Form von Bedeutungsrelationen aufscheinen kann. Poe entwickelt ein Konstruktionsprinzip, das in immer wieder neuen Kombinationen disparate Elemente in Beziehung setzt. Das Zusammenspiel der fancies ist Bedingung menschlicher Kreativität. Zu zeigen ist, welche besondere Art der Textgestaltung den komplexen Verknüpfungen von Bewusstseinsinhalten korreliert.

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:: Veröffentlichungen


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:: Kontakt

  Patrick Full
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