Quantitierendes Lesen

Um das neu aufgenommene Wissen nun zu festigen, möchten wir eine Übung anschließen. Wie bereits im Einleitungstext erwähnt, besteht zwischen der Artikulation von Dichtung und Prosa kein grundsätzlicher Unterschied. Ziel der Übung ist es, eine Lesefassung zu erstellen, in der lange Vokale und Wortakzente vermerkt sind. Daher stehen – im Gegensatz zu einer metrischen Analyse, die ihren Fokus auf Silbenquantitäten legt – die Vokalquantitäten im Vordergrund. Sie sehen also, dass Sie für das korrekte historisierende Aussprechen von lateinischen Texten keine vollständige metrische Analyse vornehmen müssen. Es genügt, den Fokus auf die Vokallängen und Wortakzente zu legen.

 

Als Beispiel für die Übung dient uns Martials Epigramm I, 30:

 

Chirurgus fuerat, nunc est uispillo Diaulus:

coepit quo poterat clinicus esse modo.

 

Schritt 1

Laden Sie sich hier das Textblatt herunter und drucken es aus. Markieren Sie dann jeweils die langen Vokale mit einem Makron (¯)!