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    Arbeitsbereich Sportpädagogik/Sportsoziologie

Sekretariat : Frau Doris Maresch

Wissenschaftlicher Mitarbeiter : Dr. Thorsten Schauerte; Ahmed Khodary Mohamed Ahmed

Stud. Hilfskräfte :Sonja Dornseiffer, Petra Naske, Andreas Schulz

Schwerpunkte des Arbeitsbereiches sind Themen der sportbezogenen Jugendforschung, des Schulsports, der Entwicklung der Sport- und Bewegungskultur sowie des Mediensports. Vor allem im Rekurs auf Ansätze der Cultural Studies, der Ethnographie, der Medienanalyse und der Semiotik werden zur Zeit unter anderem folgende Themen bearbeitet.

 

"Fußball, Fans und das Internet"

Nicht zuletzt die erfindungsreichen Fangesänge und Kurvenchoreographien in den Stadien, die gewalttätigen Auseinandersetzungen am Rande des Spiels sowie schillernde Kleidungs-, Feier- und Reiserituale bestimmen nach wie vor die Wahrnehmung der Fußballfankultur durch die Massenmedien und die Mehrzahl der Menschen in unserem Land. Die genannten Praktiken scheinen auf den ersten Blick jedenfalls weitaus spektakulärer zu sein als die Gestaltung einer fußballbezogenen Fanpage, eines Webzines, einer Webseite zum Thema Groundhopping oder einer Protestkampagne im World Wide web des Internet. Im Rahmen des Kampfes um die im Medienzeitalter äußerst knappe Ressource Aufmerksamkeit spielen derartige Online-Aktivitäten jedoch eine besondere Rolle. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Popularisierung von Anliegen der Fußballfans als auch für deren kommunikative Selbstdarstellung. Das Internet erweitert dabei die Handlungsspielräume des Fantums. Die Nutzung der digitalen Medien und die Vernetzung bestimmter Fangruppierungen wird dabei im Rahmen des Forschungsprojekts zugleich als Symptom und als Motor für Wandlungstendenzen der Fankultur interpretiert. 

 

"Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Trendsportarten in den Schulsport"

Im Rahmen dieses Projektes wird versucht Konzepte für die schulische Thematisierung von innovativen Bewegungsformen zu erarbeiten und deren Umsetzung im Schulsport zu begleiten. Einen besonderer Schwerpunkt bildet dabei die Integration innovativer Bewegungsformen in den Grundschulsport.

 

"Sport - Medien - Kultur"

Das Forschungsprojekt versucht den Ansatz der Cultural Studies auf das Phänomen des Mediensports anzuwenden. In diesem Rahmen wird analysiert, wie Rezeption und Aneignung von massenmedialen Sportprodukten soziale Unterschiede und kulturelle Differenzen spiegeln, der Einordnung in die bestehende Gesellschaft dienen und/oder subversive bzw. emanzipatorische Momente enthalten können.

 

"Sportmediennutzungsverhalten in Deutschland"

Im Mittelpunkt des laufenden Forschungsprojekts stehen empirische Analysen der Nutzung des Mediensports (Fernsehen, Radio, Zeitung, Zeitschriften und World Wide Web) in der Bundesrepublik Deutschland.

 

"Inszenierungen in Neuen Medien - Theater, Sport, Politik"

Das interdisziplinäre Projekt des Zentrums für Medien und Interaktivität befasst sich mit spezifischen Präsentationsformaten und Inszenierungsweisen in Neuen Medien. Die in der Theaterwissenschaft entwickelten Kriterien und Konzepte von Inszenierung und Theatralität werden dabei auf die Netz-Medien angewandt und an zwei empirischen Gegenstandsbereichen überprüft : Politik und Sport. Ausgangspunkt einer vertieften Betrachtung der Neuen Medien sind deren Potentiale (Interaktivität, Nicht-Sequenzialität, Asynchronität, Speicher- und Archivfunktionen), die als Medienevolution zu begreifen sind. Zu fragen ist nach der Entfaltung dieser Potentiale: Möglich ist zum einen eine Kolonisierung der neuen durch die alten elektronischen Push- und Verteilmedien, zum anderen die Herausbildung einer qualitativ neuen Sorte von Mediensport bzw. Spektakelpolitik. Daraus wiederum sind Rückschlüsse zu ziehen auf die Ausformulierung der Konzepte "Inszenierung" und "Spektakularität".

 

"Spiel ohne Grenzen. Arbeitsmigration und Globalisierung im Fußballsport"

Grundlegend für dieses Projekt ist der Entwurf einer politischen Ökonomie des professionellen Fußballsports, der an den Wechselbeziehungen zwischen nationalen und internationalen Fußballverbänden und -ligen, Massenmedien, Marketing und Sportartikelindustrie anzusetzen versucht. Auf dieser Grundlage sollen dann die vielfältigen kulturellen und ökonomischen Facetten der Arbeitsmigration von osteuropäischen und afrikanischen Fußballspielern nach Deutschland empirisch untersucht werden. Diese Migration  wirft nicht zuletzt im Hinblick auf den Jugendschutz und die Nachwuchsarbeit schon heute erhebliche Folgeprobleme auf. Gerade im Fußballsport gelangen zahlreiche Jugendspieler aus Ländern der dritten Welt ohne Ausbildungs- oder Arbeitsverträge nach Europa und bilden hier inzwischen eine sportindustrielle „Reservearmee“, die ohne rechtliche und soziale Sicherheiten den Machenschaften sog. Spielervermittler ausgeliefert und zum Teil von Abschiebung bedroht ist.

 

"Entwicklungstendenzen der Sportkultur"

Diesem Vorhaben geht es einerseits um die Rekonstruktion der Entwicklungsdynamik innovativer Bewegungsformen (v.a. über Techniken der Medienanalyse und der Ethnographie) sowie andererseits um die Entfaltung eines kultursemiotischen Modells, das den Wandel im Feld des Sports beschreiben und deuten kann. Ausgewählte Trendsportarten werden so längerfristig im Prozess ihrer Entstehung und Popularisierung untersucht.

 

 

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